Klaus Osterwald

Schall – Trichter, Keramikobjekte und „ICE“



Schall–Trichter

Keramikobjekte von Klaus Osterwald


Die Schall – Trichter sind zunächst eigenständige Plastiken aus Keramik. In ihnen wird die Form auf ihren funktionalen Gehalt hin untersucht und mit ihren inhärenten Möglichkeiten gespielt. Sie besitzen eine Art Physiognomie. Ihre Form lässt imaginäre Rückschlüsse zu auf den Schall, der aus ihrer Öffnung dringt oder dringen könnte. In ihrer Drehung um eine Achse sind sie unendlich, während ihre Gerichtetheit entlang dieser Achse eindeutig ist: vorne und hinten.

Die meisten dieser Schall – Trichter bleiben still und sind nichts anderes als Material, Form und Farbe (Glasur). Andere sind dagegen an ihrer hinteren, der schmalen Öffnung mit einem Lautsprechertreiber bestückt, der aus ihrem Inneren Klänge oder Geräusche ertönen lässt, die in einem Spannungsverhältnis zu Ihrer materiellen Beschaffenheit stehen. Diese Klänge wurden extra für die Trichter erarbeitet und umgekehrt wurden Schall – Trichter für bestimmte Klänge geschaffen.

Eine Reihe der großen Schall-Trichter ist 2002 im Europees Keramisch Werkcentrum  in´s Hertogenbosch/NL entstanden.


„I C E“, 2003

Klanginstallation von Klaus Osterwald


Die Aufnahmen zu I C E sind 2001 entstanden. Es wurden Piezo - Abnehmer auf Schienenstränge der ICE – Strecke Köln – Bonn geklebt. Die Piezo –  Abnehmer übertrugen das Geräusch der heranrasenden Züge bis zu ihrer Zerstörung durch Überrollen. 

Man hat also das sprichwörtliche Ohr auf den Schienen: Man spürt ein Ereignis, bevor es eintritt.

Die abrupte Stille nach dem ansteigenden Lärm und dem Ereignis der Zerstörung ist in diesem Konzept vielleicht noch wichtiger, als der Lärm selbst.


Ein Interview mit Klaus Osterwald






























KLAUS  OSTERWALD


1946            geboren in Oldenburg/Oldbg.

1970–75      Studium an der Folkwangschule für Gestaltung, Essen

1982–83      Wilhelm–Lehmbruck–Stipendium der Stadt Duisburg

1993            Stipendium der Ludwig–Stiftung für Kunst und Internationale Verständigung in Kuba

1997            Stipendium des Research Institute for Inter–Culture in Seoul/Südkorea

2002, 2005  Arbeitsstipendium am EUROPEAN CERAMIC WORKCENTRE .ekwc in ´s Hertogenbosch/NL


EINZELAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)


1984    „ DUOS 1981– 83 “, Stadtmuseum Oldenburg

1985    Krings–Ernst Galerie, Köln

1987    Linie Galerie, Moers

1988    Krings–Ernst Galerie, Köln; Galerie Hintemann, Bonn

1989    Städtische Galerie im Museum Folkwang, Essen

1990    Krings–Ernst Galerie, Köln

1992    Krings–Ernst Galerie, Köln

1993    Galerie Marré und Dahms, Essen

1997    TOTAL Museum of Contemporary Art, Seoul, Südkorea (mit Gudrun Barenbrock und Heike Weber)

1998    Moltkerei Werkstatt, Köln: „DONATUS SUBAQUA“

1999    Bundesverband Bildender Künstler, Stapelhaus Köln (mit Uta Weber)

1999    MOTA – Gallery, London

2002    Moltkerei Werkstatt, Köln: „sonar system“

2003    Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Institut für Seenforschung, Langenargen/Bodensee

2005    Galerie Rachel Haferkamp, Köln

2006    Ministerium für Erziehung, Kultur und Wissenschaften, Den Haag, Niederlande

2007    Rheinisches Landesmuseum, Bonn

2008    Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen


GRUPPENAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL):


1982    Galerie Schmitz u. Becker, Duisburg: Die Lehmbruck-Stipendiaten

1983    „Zeit–Räume–Spuren“ – Niederrheinische Kunstausstellung, Mercatorhalle, Duisburg

            „Intervento Omochromico“, Galerie Grazia Terribile, Gravina, Italien

1985    Westdeutscher Künstlerbund, Karl–Ernst–Osthaus–Museum, Hagen

1988    „Köln Kunst“, Kunsthalle Köln

1993    „Rheinschiene“, Gothaer Kunstforum, Köln

1995    „Köln Kunst“, Kunsthalle Köln

1995    „Kunst am Bau“, Galerie Marré u. Dahms, Essen

2002    Mülheimer Medientage, Mülheim/Ruhr, Brückenmusik VIII, Kölner Gesellschaft für Neue Musik

2003    „ZwischenRäume“ im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

2004    IG Kunst im Park, Köln, “90 Jahre”

2006    2006 International Architectural Ceramic Exhibition, Clayarch Gimhae Museum,  Südkorea


ÖFFENTLICHE/PRIVATE SAMMLUNGEN:


– Kunstsammlung Nordrhein Westfalen

– Städtisches Museum Leverkusen, Schloß Morsbroich

– Sammlung DKM, Duisburg

– Stiftung Wilhelm– Lehmbruck– Museum, Duisburg

– Sammlung Ludwig, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen

– British Library, National Sound Archive, London

– Gimhae Culture Foundation Clayarch Gimhae, Südkorea


Konrad Schmidt-Werthern, der Leiter des Kulturamtes der Stadt Köln wird den Gästen in einem Gespräch mit   dem Künstler die Installation näher bringen.


Zur Eröffnung spielt Horn-Hendrix Harald “Sack“ Ziegler.


Am Abend der Vernissage präsentieren wir



La Papa Verde



Die Geschichte der grünen Kartoffel begann im Jahr 2002 in der Weltstadt Köln am Rhein. In zwei arbeitsreichen Jahren entwickelte die Band in vielen erfolgreichen Live-Konzerten ihren individuellen Stil und baute eine immer weiter wachsende Fangemeinde auf. 2004 kam mit zwei Live Übertragungen durch die Radiosender Funkhaus - Europa (WDR) und RadioMultiKulti der Durchbruch

in NRW.

In Folge dessen veröffentlichte die Band 2005 ihr Debüt-Album Oficialmente i legal, welches sich bereits über 3000 Mal verkaufte. Die CD verbindet den energiegeladenen Latin-Mix von La Papa  Verde mit kritischen und politischen Inhalten. Unter anderem verarbeitete die Gruppe das Lied "Hier und Dort" der Edelweißpiraten, einer Jugendgruppe die zur Zeit der Nazi-Diktatur in Deutschland

Widerstand gegen das Regime leistete. In der folgenden Zeit reifte der Sound von La Papa Verde auf vielen Konzerten und Festivals zu der unverwechselbaren Melange aus Cumbia, Ragga, Rock und Afrobeat heran.

Im Jahr 2008 wurde das zweite Album "Ich Verstehen Nicht Kann" veröffentlicht und mit einer Deutschland-Tour und Konzerten in Spanien, Frankreich und Österreich präsentiert. Nächstes Jahr wird La Papa Verde wieder durch Europa touren und auf vielen Festivals in Deutschland (u.a. Chiemsee Reggae & Linz Fest!) präsent sein.

„Irgendwo zwischen Les Negresses Vertes und Manu Chao haben sich La Papa Verde kuschelig eingerichtet." (Köllner )


Fernando Ugarte: aus Chile, Leadgesang und Gitarre

Josué Avalos: aus Mexiko, Leadgesang und E-Gitarre

Augusto Stahlke: Deutsch-Kolumbianer, Schlagzeug

Jonas Bareiter: aus Deutschland, Bass

Annette Kolschewski: aus Deutschland, Akkordeon

Pablo Giw: Deutsch-Iraner, Trompete

 
Klaus Osterwald
La Papa Verde